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Sprechstunde PZM

Sprechstunde «Medikamente im Fitness-Sport»

Sportspezifische, psychiatrisch-psychotherapeutische Abklärung, Beratung und Behandlung bei psychischer Belastung durch form- und leistungsfördernde Medikamente für Freizeitsportler und Freizeitsportlerinnen.

Ziele der Sprechstunde für Medikamente im Fitness-Sport sind:

  • Aufbau einer Abstinenzmotivation bei nicht-medizinischen Gebrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten
  • Fachkundige Triage bei medizinischen Problemen im Rahmen der Medikamenten-Anwendung
  • Fachkundige Beratung und Informationen für Anfragen von Medizinalpersonen

Anmeldung

Eine Anmeldung oder Anfragen können telefonisch oder schriftlich erfolgen unter info@pzmag.ch und Telefon 031 720 80 87.

Hintergrund

Nach wissenschaftlichen Schätzungen nutzen über 200’000 Personen in der Schweiz form- und leistungsfördernde Medikamente (sog. image and performing enhancing drugs, IPED). Diese umfassen zum Beispiel Anabolika (anabole androgene Steroide), Wachstumshormone, Insulin, oder Stimulanzien (z.B. Clenbuterol). Dieser Konsum findet oft in der Fitness- und Bodybuilding-Szene statt. Die Anwender wollen ein muskulöses, fittes und gesundes Aussehen erreichen. Soziale Medien fördern diesen Trend. Die Begriffe «Muscle dysmorphia», «Adonis-Komplex» oder «Bigorexia» werden in der Fachliteratur dazu diskutiert. Experten gehen davon aus, dass die Prävalenz des Gebrauchs in Zukunft noch weiter steigen wird.

Die Betroffenen verharmlosen die Nebenwirkungen und langfristigen Schäden. Somit beanspruchen sie selten oder sehr spät medizinische Hilfe. Einerseits trauen die gut informierten Betroffenen ihren Medizinalpersonen kaum dieses spezifische Wissen zu, andererseits wird der IPED-Gebrauch von Fachkräften oft stigmatisiert. Die Verheimlichung des Konsums führt zu einer medizinischen Unterversorgung und einer regelrechten Behandlungslücke. Oft ist eine Abhängigkeit von IPEDs vorhanden, welche nicht ohne Nebenwirkungen abgesetzt werden können. Demgegenüber wünschen sich viele Betroffene, medizinischen Rat einholen zu können, da der «Gesundheitsgedanke» in der Fitness-Szene wichtig ist. Als häufigster Grund den IPED-Konsum zu reduzieren, werden in Umfragen «Probleme mit der psychischen Gesundheit» genannt. Angehörige und Hausärzte machen sich oft Sorgen und wünschen sich Unterstützung, haben aber zu wenig Wissen darüber.

PZM

Die Sprechstunde für Medikamente im Fitness-Sport ist Teil des Behandlungsangebotes der Klinik für Psychose und Abhängigkeit der PZM AG und ist mit einem fachlich ausgewiesenen, interdisziplinären Team bestehend aus Oberarzt und Psychologinnen des Ambulatoriums ausgestattet.