Wenn Protein nicht gleich Protein ist…

Erst vor kurzem habe ich einen Beitrag gesehen, in dem ein Typ zu einem kranken Bodybuilder sagte: “Iss viel Amaranth und Quinoa, damit du keine Muskeln verlierst, während du krank bist”.

Es geht nicht nur um den Proteingehalt. Es geht auch um Proteinqualität und Verdaulichkeit.

Protein wurde in seiner “Nützlichkeit” für den Körper “quantifiziert”. Dies ist auf die Unterernährung von Kindern in Ländern der Dritten Welt zurückzuführen, wo Wissenschaftler herausfanden, dass einige Kinder nicht genug Protein zum Wachsen haben und sie herausfinden wollten, welches Protein das Beste für den Körper ist und wo es leicht zu finden ist. Also suchten sie nach einer Methode, um der Proteinqualität eine Nummer zu geben. Diese Zahl war der “biologische Wert” des Proteins, wurde aber jetzt durch den PDCAAS (protein digestibility corrected amino acid score = Proteinverdaulichkeitskorrigierter Aminosäure-Score) ersetzt.

Je näher ein Protein an die tatsächlichen Bedürfnisse des Körpers, kombiniert mit der Verdaulichkeit, ist, desto höher ist der PDCAAS. Trotz einiger Einschränkungen ist es immer noch ein gutes Werkzeug, um die “Nützlichkeit” eines Proteins zu quantifizieren.

Die folgende Tabelle stammt aus Wikipedia:

1 Kuhmilch [3] [2]
1 Eier [3] [2]
1 Kasein (Milchprotein) [3]
1 Sojaprotein [3]
1 Molke (Milchprotein) [3]
0,99 Mykoprotein [11]
0,92 Rindfleisch [3] [2]
0,91 Soja [2]
0,893 Erbsenproteinkonzentrat (Isolat) [12]
0.87 Sacha Inchi Pulver
0,78 Kichererbsen und Sojabohnen [13]
0,75 schwarze Bohnen [3]
0,74 Tuberkel [13]
0,73 Gemüse [13]
0,70 andere Erbsen und Hülsenfrüchte im Allgemeinen [13]
0,66 geschälte Hanfsamen [14]
0,64 frische Früchte [13]
0,59 Getreide und Derivate [13]
0,597 gekochte Erbsen [12]
0,52 Erdnüsse [3]
0,50 Reis
0,48 Trockenfrüchte [13]
0,525 Weizenkleie [12]
0.42 Weizen [2]
0,25 Weizengluten (Lebensmittel) [3]

 

Als Faustregel gilt: Fleisch, Milch und Soja sind meist eine gute Quelle, gefolgt von Hülsenfrüchten und anderen pflanzlichen Proteinen.

Wenn ein Produkt z.B. Lupinenprotein (wie ein Eiweißbrot hier in der Schweiz) ist nicht so hoch an nützlichem Protein, wie man vielleicht denkt. Also, machen Sie die kluge Wahl und fallen Sie nicht auf Marketingtricks herein.

 

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